Umleitung zum Glücklichsein 400m VII+ E 2-

DE/ Wetterstein/ Riffeltorkopf 2230m Nordwestwand

nette Sportkletterroute mit erzwungener Schlüsselstelle

Marlene in der Schüsselseillänge, 7+
Marlene in der Schüsselseillänge, 7+

 

Da im Juli 2017 der Wetterbericht nahezu überhaupt nicht stimmt und ich zweimal bei bestem Wetter wegen schlechter Vorhersage zuhause geblieben bin, waren wir diesmal entschlossener. Bei dichter Bewölkung stiegen wir in 2 bis 2,5h direkt vom Eibsee zum Einstieg, welcher nicht zu verfehlen ist (plattiges Rissdreieck). Kaum sind wir in der ersten und zweiten Länge, fängt es an zu regnen. Da das erste Drittel sowieso nass war, nicht weiter schlimm, der raue Fels lässt sich eh super klettern. Die Sonne kommt erst ab Mittag in die Wand, so war es angenehm kühl, perfekt also für heiße Sommertage. Relativ kurz, sodass man vor dem Gewitter wieder unten ist. Der krasseste Kontrast erwartete uns danach am Eibsee. Tausenden Touristen, schlimmer wie an der Adria. Fast unwirtlich, dass der Parkplatz heute morgen leer war. Das Wasser ist trotzdem super schön und die Zugspitzmafia ist ja bekannt...

Nohandrest in Sl. 5, eine der wenigen steilen Passagen
Nohandrest in Sl. 5, eine der wenigen steilen Passagen

Schöne Tour in meist gutem Fels, jedoch mit vielen losen Brocken. Bei Nachfolgenden Seilschaften größte Vorsicht! Teils rauer und splittriger Fels, noch nicht ganz ausgeräumt. 2010 erstbegangen und seitdem ca. 5 Wiederholungen pro Jahr. Sehr viele BH, wenn auch nicht immer sinnvoll gesetzt. Die erzwungene Schlüsseillänge gerade durch eine Wasserrille (7+) lässt sich umgehen.

 

Wer diese Art von Kletterei nicht gewohnt ist, wird keinen Spaß haben. Als bekennender Plattenschleicher stellte ich mich der Herausforderung. Dummerweise hatte ich nur meine ausgelatschten Alpinpatschen mit Loch an, was an den rauen Minitritten sehr schmerzhaft wurde. Tatsächlich erinnerte es mich sehr an die Messnerplatte, nur mit perfekter Absicherung. Vor lauter Anspannung klippte ich die beiden BH an den schwersten Metern nicht...

...um die Schmerzen nicht so lange ertragen zu müssen. Also unbedingt enge Schuhe ohne Loch, dafür mit Kantensteifigkeit anziehen! Ansonsten ist die Tour genussreich mit kurzen schweren Stellen und vielen leichten Passagen. Über den versicherten Steig und ein angenehmes Geröllfeld ist man schnell wieder am Rucksackdepot und am Abstieg.

 

 

 

Zustieg: 2-2,5h

Route: 4h

Abstieg: 2h

 

10 Sl/ 400m/ E 2-/ 7+/ 7- oblg./ 12 Exen/

gute Kletterschuhe!

 

 

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