Wiederholungstäter 200m VIII- E 2

AT/ Loferer Steinberge/ Steinplatte 1869m Südwestwand

verdoneske Kletterei in der SSL, meine Steinplatten Premiere

ich in den beiden Einstiegslängen 6+/7- am Sockel
ich in den beiden Einstiegslängen 6+/7- am Sockel

Eigentlich sollte es die 450m lange Hirschgarage IX- zusammen mit Aaron werden, da mein Handywecker aber nicht funktionierte, startete ich spontan mit Alfred und Consti um 9 Uhr in München. Bei noch allerbestem Wetter fuhren wir die Mautstraße zur Waidringer Steinplatte. Der 30minütige Zustieg ist trotz aktuell noch 30cm Schnee problemlos mit Turnschuhen machbar, die Routen selber sind trocken. Wir wählten den Einstieg über die linke Sockelroute 6+/7-. Ich hatte das Glück, in der Dreierseilschaft alle Längen führen zu dürfen.

 

Motiviert von der Tiramisu drei Tage zuvor, gelang mir zwar die Route im onsight, aber technisch anspruchsvoller fand ich es an der Steinplatte allemal. Man muss den Fels genau lesen und die richtigen Löcher und Griffe finden, um nicht in einer Sackgasse zu landen. Entsprechend hart kam uns diese Art von Kletterei nach der Winterpause vor. Die technische Wand- und Plattenkletterei ist super mit Bohrhaken gesichert, jedoch bei etwas weiteren Hakenabständen, einige Keile können gut gelegt werden.

 

Nachdem ich die ersten beiden Längen in 52m (vom Boden weg) zusammenhängte, geht es noch fünf Meter leicht gerade hoch durch Latschen auf den Sockel.

Consti und Alfred in der SSl der Wiederholungstäter 8-
Consti und Alfred in der SSl der Wiederholungstäter 8-

Der Einstieg der Wiederholungstäter befindet sich fünf Meter rechts unterhalb des an die Wand angelehnten Spitz. Die Längenangaben im Topo sind teilweise etwas kurz, sodass ich mit den 50er Seilen von Stand zu Stand kletterte. In der ersten Länge wurden einige "Bergfink"-Schutzschilder in die Wand gebohrt, jedoch ohne Laschen, sodass ich mit zwei Keilen die weiten Abstände entschärfte. Alle Seillängen im Bereich 6+/7- kamen uns relativ schwer vor. Die 7+ hat zwei intuitiv anspruchsvolle Stellen, da man an den richtigen Griffen zwei dynamische Züge machen muss. Wer sich falsch entscheidet, fliegt! Etwas kontrollierter, dafür aber wesentlich pumpiger ist die SSL. Die Schwierigkeiten müssen öfters auch zwischen den Haken geklettert werden!

 

Mit unseren 50m Seilen kamen wir auf dreimal runter, abseilen über die Stände der Ironmouse. Da es so schön war, kletterten Alfred und ich noch schnell eben diese Route. Abgesehen von Sl 1 und der wirklich eindrucksvollen Kante aber eine wesentlich leichtere und inhomogenere Tour.

Informationen "Wiederholungstäter"

Sockel 52m 7- bis 7+, 30m Übergang 2, 35m 7-, 20m 6+, 35m 7+, 30m 8-, 20m 7-

 

200m, VIII-, (VIII- obl.), 8 Sl, E 2

 

Routenkombi "Ironmouse"

Sockel 52m 7- bis 7+, 20m Übergang, 30m 7 bis Zwischenstand, 50m 6, 45m 6+ (Kante), 20m 6

200m, VII(+), (VII obl.), 7 Sl, E 2

 

Panico Führer Steinplatte von Adi Stocker